Europa - Netzwerk - Waldpädagogik
„Startschuss“ war am 1. April 2005
anlässlich der Eröffnung des Wald-Solar-Heims in Eberswalde
· Ing. Thomas Baschny (Koordinator - „Lebensministerium“ in Wien; Österreich)
· Dr. Albert Knieling („Lebensministerium“ in Wien, Österreich)
· Forstmeister Klaus Radestock (Haus des Waldes in Gräbendorf; Deutschland, Bundesland Brandenburg)
· Professor Robert Vogl (Fachhochschule Weihenstephan; Deutschland, Bundesland Bayern)
Anlässlich der Eröffnung des Wald-Solar-Heims in Eberswalde (Deutschland / Bundesland Brandenburg) am 1. April 2005 erfolgte die öffentlichkeits- und politikwirksame Präsentation dieses Projekts.
Was ist nun das Besondere an diesem Netzwerk?
Zunächst der Anlass:
Das Interesse der Menschen am Wald ist groß und wird immer bedeutender. Der Begriff „Wald“ ist dabei für viele von ihnen das Synonym für „Natur“. Besonders junge und naturfern in Städten aufgewachsene Mitbürger interessieren sich zu Beginn des 3. Jahrtausends mehr und mehr für den Wald als einen Ort der Bildung. Das hat eine steigende Nachfrage nach professionellen Angeboten waldbezogener Bildungsarbeit (Waldpädagogik) zur Folge.
Dieser Prozess vollzieht sich nicht nur in den - mit einer traditionell sehr ausgeprägten Waldgesinnung ausgestatteten - mitteleuropäischen Ländern, sondern in großen Teilen der industrialisierten Welt.
Das Zusammenwachsen Europas, das durch die kürzliche EU-Erweiterung neue Impulse erhielt, macht eine Kooperation auch im Bereich Waldpädagogik europaweit unverzichtbar. Es ist dabei Wissenstransfer insbesondere zu Möglichkeiten und Risiken, Grundlagen und Grundsätzen, Angeboten und Zielgruppen sowie Methoden und Themen dieses jungen zukunftsweisenden Tätigkeitsfeldes erforderlich.
Forstleute sind es, die derzeit die Mehrzahl waldpädagogischer Angebote konzipieren und durchführen. Waldpädagogik ist auch in vielen nationalen Waldgesetzen als Dienstaufgabe verankert. Forstleute sind daher auch die Initiatoren und Akteure der heute unverzichtbaren europäischen Vernetzung der Waldpädagogik.
... die Ziele sowie Aufgaben:
Das „Europa-Netzwerk Waldpädagogik“ hat zum Ziel:
· Wissenstransfer
· Qualitätssicherung und
· die Sicherstellung von Rahmenbedingungen
Es stellen sich daher folgende Aufgaben:
Austausch von
· Erfahrungen und Informationen
· waldpädagogischen Terminen sowie
· Publikationen zu Grundlagen, Grundsätzen, Angeboten, Zielgruppen, Methoden und Themen der Waldpädagogik.
Vorschlag und Durchsetzung von
· waldpädagogischen Definitionen und
· waldpädagogischen Standards.
Herstellung der
· rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für die waldpädagogischen Arbeit (Lobbying??, Sensibilisierung der Entscheidungsträger ...).
Unterstützung der
· weiteren Etablierung der Waldpädagogik sowie
· Etablierung der Waldpädagogik als forstliche Dienstaufgabe
... die Teilnehmer:
In das Netzwerk sollen zunächst alle europäischen Staaten(von Albanien bis Zypern), repräsentiert durch kompetente Vertreter der jeweiligen Forstbehörden eingebunden werden.
In einer späteren Phase werden dann auch profilierte forstliche Waldpädagogik-Akteure sowie in der Folgezeit alle waldpädagogisch Tätige bzw. Interessierte eingebunden.
Und schließlich die Instrumente:
die Internettplattform (www.waldpaedagogik.at) in den Sprachen Deutsch und Englisch
ein zwei bis viermal jährlich erscheinender Waldpädagogik-Infobrief
regelmäßige Treffen der Initiatoren und der Netzteilnehmer
15.07.2009, Lebensministerium IV/3


