Österreichischer Erfolg bei der Hochwasser-Risikomanagement-Forschung
Im Bereich Hochwasser-Risikomanagement-Forschung werden transnationale Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1,64 Mio EURO finanziert. 6 der 7 ausgewählten Projekte werden mit österreichischen Projektpartnern durchgeführt.
Fast die Hälfte des erforderlichen Finanzvolumens wird von ausländischen Partnern (Deutschland, England und Frankreich) übernommen. Erstmalig konnten somit länderübergreifende Projektfinanzierungen realisiert werden.Österreich, vertreten durch das Lebensministerium (Abt. IV/4), ist vollwertiger Partner in einem von der EU finanzierten Instrument zur Etablierung und Stärkung des Europäischen Forschungsraumes (kurz ERA-NET) mit dem Arbeitstitel CRUE (Coordination de la Recherche sur la gestion des inondations financée dans l’Union Européenne). Mit ERA-NET CRUE soll erstmalig der Rahmen für eine strategische Integration und Koordinierung der Forschung auf dem Gebiet des Hochwasser-Risikomanagements auf transnationaler Ebene geschaffen werden.
Ziel von ERA-NET CRUE ist die Auslotung der Möglichkeiten transnational koordinierter und finanzierter Forschungsvorhaben auf dem Gebiet „Flood Risk Management“. Im Rahmen der ERA-NET CRUE Initiative sollen zwei solcher „Pilot-Calls“ durchgeführt werden. Die Bekanntmachung des Lebensministerium zum ersten CRUE Pilot-Call zielte auf Forschungsvorhaben zu „Risk assessment and risk management: Effectiveness and efficiency of non-structural flood management measures“.
Ein erster Erfolg ist in der Projektantragsphase durch die hohe österreichische Beteilung zu verzeichnen: 13 der 15 eingereichten Projektanträge beinhalten österrreichische Projektpartner. In einer intensiven Evaluierungsphase eines nationalen und internationalen wissenschaftlichen Begutachterteams wurde ein Ranking der eingereichten Projekte vorgenommen und nach strategischer, politischer und praktischer Relevanz geprüft.
Im Rahmen eines Workshops mit den finanzierenden Partnerländern wurde die Entscheidung hinsichtlich der zu finanzierenden Forschungsprojekte getroffen. Von den insgesamt 15 Projekten wurden 7 Projekte zur Finanzierung ausgewählt und haben ein Gesamtvolumen von 1.642.532 EURO .
6 der 7 ausgewählten Projekte werden von österreichischen Projektpartnern durchgeführt. Die Finanzierung der Projekte erfolgt einerseits durch das Lebensministerium (Sektion Wasser und Sektion Forst) andererseits durch das BMVIT. Damit steht ein Gesamtvolumen von 196.330 EURO zur Verfügung.
Ein weiterer Erfolg dieses ersten "Pilot Calls" liegt in der transnationalen Finanzierung der Projekte: Weitere drei Projekte mit österreichischer Beteiligung werden von den Partnerländern Frankreich, Deutschland und England unterstützt bzw. der österreichische, finanzielle Anteil übernommen. Diese Tatsache ist vorerst einzigartig in der Forschungslandschaft und ist im Sinne des ERA-NET Gedankens als sehr zukunftsweisend anzusehen. In Österreich stehen somit der Forschung im Bereich Hochwasser-Risikomanagment insgesamt ca. 360.000 EURO zur Verfügung.
28.02.2008, Lebensministerium IV/4


