Steinweichsel (Prunus mahaleb) - ein (fast) vergessenes Holzgewächs
Ein Holzgewächs, das wegen seines duftenden Holzes kultiviert wurde, ist in Niederösterreich zu finden? Die Steinweichsel (Prunus mahaleb) ein Großstrauch, der manchmal auch zu einem kleinen Baum heranwachsen kann, wurde richtig gehend "kultiviert" und unzählige Familien waren in der Pfeifenrohrerzeugung tätig.
Das Vorkommen der Steinweichsel liegt in den klimatischen Gunstlagen, von den Bodenansprüchen ist sie dagegen sehr genügsam. So ist sie beispielsweise neben der Schwarzkiefer eine der wenigen Baumarten, die sich in der ursprünglich baumlosen Steppenlandschaft des Steinfeldes behaupten kann. Natürliche Vorkommen sind entlang der Thermenlinie von der Mödlinger Klause bis nach Gloggnitz zu finden, aber auch in den Hainburger Bergen, den Leiser-Bergen und im Marchfeld gibt es Restvorkommen dieser Art.Die Kultur der Steinweichsel für die Pfeifenrohrgewinnung ist praktisch ausgestorben und damit auch der Großteil des damit verbundenen Praxiswissens.
Dabei ist diese Art ein äußerst zierendes Gehölz mit einer reichen, weißen Blüte und einer ansprechenden Kronenform, das es verdienen würde, öfter gepflanzt zu werden. Unter dem Motto „NÖ Wildgehölz 2007“
soll auf diese eigenartige heimische Nutzpflanze aufmerksam gemacht werden. Der Verein "Regionale Gehölzvermehrung - RGV", Zeile 85, 2020 Aspersdorf ist um die Wissensverbreitung und Vermehrung solcher (seltenen) heimischen Holzgewächse bemüht.
Mehr Info zum "NÖ Wildgehölz 2007", der Steinweichsel finden Sie unter www.rgv.or.at .
(Text und Photoquelle: RGV)
02.04.2009, Lebensministerium IV/4


