Daten und Zahlen zum österreichischen Wald
Das waldreiche EU-Land Österreich hat rund 47 Prozent Waldanteil. Es handelt sich dabei um eine forstwirtschaftlich genutzte Fläche von über 3,3 Mio. Hektar.
Die Bundesländer Steiermark (61,1 Prozent) und Kärnten (60,6 Prozent) haben den höchsten Waldflächenanteil; sogar die Bundeshauptstadt Wien verfügt noch über 21 Prozent Waldfläche.In der Europäischen Union der 27 Mitgliedstaaten (EU-27) gibt es 177 Mio. Hektar Wälder und sonstige bestockte Flächen, das sind rund 42 Prozent der Landflächen. Der Waldflächenanteil der EU-27 nimmt um ca. 0,4 Prozent pro Jahr zu.
Wem gehört nun der österreichische Wald? Rund 50 Prozent sind Privatwald mit Waldflächen unter 200 ha, 22 Prozent sind Privatwald über 200 ha. Die Österreichischen Bundesforste bewirtschaften ca. 16 Prozent der Waldfläche. 9 Prozent sind Gemeinschaftswald, 2 Prozent sind Gemeindewald und 1 Prozent ist Landeswald. Das heißt, dass fast drei Viertel des österreichischen Waldes Privatwald sind und von privaten Waldbesitzern bewirtschaftet werden.
Die Bewirtschaftung des Waldes ist nur eine der vielen Funktionen. Laut Waldentwicklungsplan unterliegen 64,5 Prozent der Waldfläche dieser Nutzfunktion. Vor allem in gebirgigen Regionen wichtig zum Schutz der Siedlungen und Wirtschaftsräume ist die Schutzfunktion (30,7 Prozent) des Waldes. Der Wald dient auch der Wohlfahrt (3,6 Prozent) und natürlich der Erholung (1,1 Prozent). Zu erwähnen ist auch die Windschutzfunktion.
Welche Baumarten gibt es in Österreichs Wäldern? Rund 67 Prozent sind Nadelbäume, 24 Prozent Laubbäume. Die restlichen 9 Prozent entfallen auf Sträucher, Blößen und Lücken.
Die Fichte ist mit 53,6 Prozent der dominierende Nadelbaum. Nur 2,3 Prozent sind Tannen, 4,6 Prozent sind Lärchen, 5,6 Prozent sind Kiefern und 0,7 Prozent sind sonstige Nadelbäume wie Zirben.
Unter den Laubhölzern findet sich die Buche mit 9,6 Prozent am häufigsten, gefolgt von der Eiche mit 2 Prozent. Sonstiges Hartlaub wie Hainbuche, Esche, Ahorn, Ulme, Edelkastanie oder Robinie gibt es zu 8,0 Prozent. Weichlaub wie Birke, Erle, Linde, Aspe und Pappel findet man zu 4,3 Prozent.
Wie gesund sind Österreichs Wälder? Laut Kronenzustand 2005 sind in Österreich 50 Prozent der Baumkronen der Nadel- und Laubbäume nicht verlichtet, 34,7 Prozent sind leicht verlichtet, 11,7 Prozent sind mittel verlichtet und 3,1 Prozent sind stark verlichtet oder abgestorben.
Österreich ist ein holzreiches Land. Der Holzeinschlag betrug im Jahr 2006 19 Mio. Erntefestmeter, zum Großteil Nadelholz.
Die Holzpreisentwicklung zeigt für die Waldbauern eine positive Tendenz. Bei den Holzpreisen für Blockholz, Faserholz und Brennholz (hart) setzte sich im Jahr 2006 der Aufwärtstrend aus dem 2. Halbjahr 2005 fort.
Der Holzvorrat in Österreich ist immens. Zu den 1.095 Mio. Vorratsfestmeter im Wald stehenden Holzvorrat kommt ein jährlicher Holzzuwachs von rund 31 Mio. Vorratsfestmeter. Von diesem jährlichen Holzzuwachs werden nur 19 Mio. Vorratsfestmeter jährlich genutzt.
15.02.2008, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


