Waldbericht 2008
Mit dem vorliegenden Österreichischen Waldbericht 2008 werden die vielfältigen Wirkungen des Waldes ausführlich dargestellt sowie der Nachweis der Nachhaltigkeit seiner Nutzung erbracht.
Der österreichische Wald ist für die Umwelt, die Lebensqualität, die heimische Wirtschaft und nicht zuletzt für den Schutz vor Naturgefahren von entscheidender Bedeutung. In Zeiten weltweit knapper werdender Ressourcen und drohender Gefahren durch den Klimawandel kommt dem nachwachsenden Rohstoff Holz eine immer wichtigere Rolle zu.Wie schon bei den Waldberichten 2001 und 2004 folgt die inhaltliche Gliederung den Kriterien und Indikatoren der Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa. Der Österreichische Waldbericht hat sich damit im internationalen Kontext zu einer Visitenkarte Österreichs für angewandte Nachhaltigkeit am Beispiel des Forstsektors weiterentwickelt. Österreich beweist damit erneut seine Vorreiterrolle bei Waldpolitik und Waldinformation.
Der aktuelle Bericht belegt eindrucksvoll die Nachhaltigkeit der heimischen Waldwirtschaft: 47,2 Prozent Waldanteil, 1,1 Milliarden Festmetern Holzvorrat, relativ naturnahe Wälder, eine trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv bilanzierende Forstwirtschaft, eine sehr wettbewerbsstarke, exportorientierte Holzindustrie sowie ein dynamischer Holzenergiesektor zeugen summa summarum von einer Erfolgsgeschichte der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft.
Der Wald nimmt darüber hinaus eine wichtige Stellung im Hinblick auf das bäuerliche Einkommen und die Wertschöpfung im ländlichen Raum ein. Weit über 90 Prozent des heimischen Holzeinschlages werden in Österreich verarbeitet. Die österreichische Forst- und Holzwirtschaft ist ein bedeutender und verlässlicher Arbeitgeber, zudem stellt sie einen stabilen und höchst positiven Faktor des österreichischen Außenhandels dar. Das belegen auch die deutlich gesteigerten Exportquoten und Exportüberschüsse der letzten Jahre.
Die Erhaltung des Waldes und seiner Leistungen – insbesondere der Schutzwälder - erfordern jedoch permanenten Einsatz. Witterungsbedingte Katastrophen und Schädlingsmassenvermehrungen führen immer wieder zu großen wirtschaftlichen Schäden und Beeinträchtigungen der Waldfunktionen. Externe Einflüsse wie Luftverschmutzung, überhöhte Wildbestände und Waldweide führen regional zu Belastungen des Ökosystems, gefährden den Wald aber nicht existenziell.
Der Waldbericht kann unter http://publikationen.lebensministerium.at heruntergeladen.
18.11.2009, Lebensministerium IV/1


